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Miliz rückt ein: Niederösterreich stellt drei Kompanien

 

Aufgrund der aktuellen Corona-Krise wird mit 4. Mai erstmals österreichweit die Miliz für einen Einsatz einberufen. In Niederösterreich werden dazu in den Kasernen Mautern, Amstetten und Mistelbach Milizsoldatinnen- und Soldaten aufgeboten. Niederösterreich stellt mit seinen drei Milizkompanien so viele wie kein anderes Bundesland bereit. 

 

Jägerkompanie Tulln

 

Rund 120 Soldatinnen und Soldaten der Jägerkompanie Tulln haben Montag, 5. Mai, ihren Dienst beim Stabsbataillon 3 in Mautern angetreten. Zuerst wurde bei allen Milizsoldaten bei der Kaserneneinfahrt (Wache) Fieber gemessen und ein Mund-Nasenschutz übergeben. Danach wurde ein Gesundheitscheck – inkl. COVID19 Abstrich im Rachenraum – durchgeführt. Nach administrativen Tätigkeiten wurde Bekleidung und Ausrüstung ausgefasst.
In den nächsten zwei Wochen werden die Milizsoldaten auf den sicherheitspolizeilichen Assistenzeinsatz und zur Unterstützung der Behörden (COVID 19) vorbereitet . Am Ausbildungsprogramm stehen unter anderem rechtliche Grundlagen, Erste Hilfe und Selbstverteidigung.
Bereits in der Vorwoche ist das Schlüsselpersonal der Jägerkompanie Tulln unter Hauptmann Anna Kaiser eingerückt um die Vorbereitungen für das Einrücken zu treffen. Ab 18. Mai 2020 werden die Soldatinnen und Soldaten in die jeweiligen Einsatzräume entsandt.

 

Einsatz in Niederösterreich

 

Die 120 Soldaten von der Jägerkompanie Tulln werden ihren Einsatz an der burgenländischen Grenze versehen. Insgesamt wurden 330 Soldatinnen und Soldaten in den drei Milizkompanien in Niederösterreich am 4. Mai 2020 einberufen. Das Jägerbataillon Niederösterreich unterstützt dabei in den nächsten Monaten im sicherheitspolizeilichen Assistenzeinsatz an der Grenze zu Tschechien und die Jägerkompanie Korneuburg wird ebenfalls die Behörden an der Grenze zu Tschechien und zur Slowakei unterstützen.

 

Teil der "Sicherheitsfamilie" in Niederösterreich

 

Der Militärkommandant von Niederösterreich, Brigadier Martin Jawurek, dazu: "Die Aufbietung der Miliz ist notwendig, um die Einsatzbereitschaft des Bundesheeres zu erhöhen und die Durchhaltefähigkeit sicherzustellen. Sie wird die eingesetzten Truppen verstärken bzw. ablösen. Die vielen positiven Rückmeldungen die ich in den letzten Wochen von Milizsoldaten erhalten habe zeigt, dass diese Soldatinnen und Soldaten, als integraler Teil der 'Sicherheitsfamilie' in Niederösterreich, bereit sind, unserer Bevölkerung zu helfen, wo auch immer sie gebraucht werden und was auch immer von ihnen benötigt wird."

 

Einsatz für die Region Einsatz für Österreich

 

Als Hauptmann Anna Kaiser von der bevorstehenden Einberufung erfahren hat, erfüllt sie das mit Stolz. "Die Jägerkompanie Tulln ist bereit, in dieser Krise zu helfen", betont Anna Kaiser. Eine erste Besprechung mit den Kommandaten 3. Jägerbrigade Brigadier Christian Habersatter und dem Stabsbataillon 3 Oberst Georg Härtinger in der Raabkaserne in Mautern stellen die Weiche für die Einberufung der Miliz. Anna Kaiser ist sich sicher: "Gemeinsam schützen wir Österreich!"

 

 

 

Jägerkompanie Tulln unter Kommandantin Hauptmann Anna Kaiser.

 

LANGENLEBARN / NÖ. "Pro urbe et Regione..." ...für Stadt und Region – so lautet der Leitspruch der Miliz Jägerkompanie Tulln unter Kommandantin Hauptmann Anna Kaiser. Und sie wurde mit ihrer Kompanie als eine von insgesamt 13 nun für den Einsatz für Österreich einberufen.
Zivil ist Kaiser Lehrgangsleiterin und Projektleiterin im Kulturgüterschutz an der Donauuniversität Krems tätig. Ihr militärischer Werdegang begann 2005 als Frau im Ausbildungsdienst im oberösterreichischen Freistadt. 2007 kam Anna Kaiser zum Jägerbataillon Oberösterreich, vom römischen Militär zum Bundesheer.
Neben Kursen und diversen Verwendungen im Bundesheer hat Hauptmann Kaiser alte Geschichte mit einem Schwerpunkt auf römisches Militär absolviert. Daher ruht auch das Interesse am Bundesheer. Durch das Studium in Salzburg und Wien führte ihr Weg zum Militärkommando Niederösterreich zum Kulturgüterschutz und weiter an die Donau-Universität Krems, wo sie Lehrgangs- und Projektleiterin für Kulturgüterschutz ist. 2018 entschied sich Hauptmann Kaiser das Kommando über die Miliz Jägerkompanie Tulln zu übernehmen. Ihre Motivation sind die verschieden Charaktere und die Diversität, die sich beim Bundesheer speziell bei der Miliz wiederfindet. Kaiser ist auch vom Konzept Bürger in Uniform überzeugt.

 


 

Ministerin Tanner gibt Startschuss für Milizeinsatz der Jägerkompanie Korneuburg in Mistelbach

 

18. Mai 2020 - 

 

Diesen Montag starten österreichweit die ersten Milizeinsätze. Rund 1.400 Milizsoldatinnen und -soldaten übernehmen ab heute in allen neun Bundesländern ihre neuen Einsatzaufgaben. Verteidigungsministerin Klaudia Tanner besuchte aus diesem Anlass die Jägerkompanie Korneuburg in der Bolfras-Kaserne in Mistelbach. Dort übergab die Ministerin die Einsatzschleife und somit auch symbolisch das Kommando an den Milizsoldaten Major Jürgen Schlesinger, Kompaniekommandant der Jägerkompanie Korneuburg.

 

Bild von der Einsatzlage

 

Im Rahmen ihres Besuches beim Aufklärungs- und Artilleriebataillon 3 machte sich Klaudia Tanner außerdem ein Bild von der Einsatzlage. Der Kommandant des Bataillons, Oberst Hans-Peter Hohlweg, informierte die Ministerin über die Arbeit der Soldaten in Mistelbach.

 

"Anfang Mai sind die Milizsoldatinnen und Milizsoldaten wegen der Coronakrise in ganz Österreich zum Bundesheer eingerückt. Ich freue mich daher besonders, dass ich mich bei meinem heutigen Besuch in Mistelbach über die Übernahme der Einsatzverantwortung der 13 Jägerkompanien, insbesondere der Jägerkompanie Korneuburg, informieren konnte. Das Bundesheer zeigt auch unter schwierigen Bedingungen durch permanente Einsatzbereitschaft, Durchhaltevermögen und Engagement, was es zu leisten imstande ist. Mit ihrem Einsatz sorgen sie sowohl für die Sicherheit unseres Landes als auch für den Schutz der Österreicherinnen und Österreicher. Ich wünsche allen Soldatinnen und Soldaten für die herausfordernde Zeit und ihren Einsatz alles Gute und viel Soldatenglück", so Verteidigungsministerin Klaudia Tanner.

 

Jägerkompanie Korneuburg

 

Die Jägerkompanie Korneuburg ist auf den Schutz kritischer Infrastruktur spezialisiert. Nach der zweiwöchigen Einsatzvorbereitung unterstützt die rund 170 Soldaten starke Kompanie im sicherheitspolizeilichen Assistenzeinsatz im Bezirk Mistelbach und Gänserndorf die Behörden an der Grenze. Österreichweit werden die Milizsoldaten die Aufgaben der derzeit eingesetzten Kräfte übernehmen. So unterstützt die Miliz die Polizei im Assistenzeinsatz bei Grenzkontrollen sowie bei der Grenzraumüberwachung. Zusätzlich werden sie bei gesundheitsbehördlichen Aufgaben an den Grenzübergängen eingesetzt. Weiters führen sie im Auftrag der Polizei den Schutz kritischer Infrastruktur durch und lösen unter anderem auch jene Soldaten ab, die derzeit im Rahmen des Assistenzeinsatzes die Botschaften in Wien überwachen. Die Milizsoldaten lösen mit Beginn ihres Einsatzes, die bisher eingesetzten verlängerten Grundwehrdiener (Aufschubs-Präsenzdiener) ab; diese werden mit Ende Mai abrüsten.

 

Mehr Freizeit für Einsatzsoldaten

 

Bisher hat das Bundesheer seit dem Ausbruch der Corona-Pandemie 1,2 Millionen Arbeitsstunden geleistet. Die Aufgaben der im Einsatz stehenden Soldaten sind vielfältig und herausfordernd. Damit Ruhephasen und Freizeit nicht zu kurz kommen, ordnete die Ministerin Anfang Mai neue Regelungen an. "Ich habe jetzt auch bessere Freizeitregelungen für die Soldaten im Corona-Einsatz angeordnet", so die Ministerin. "Denn künftig gibt es für die im Einsatz stehenden Soldaten statt nur zwei freien Tagen im Monat nun auch die Möglichkeit zu drei Tagen Dienst und einem freien Tag oder sechs Tagen Dienst und zwei Tagen ohne dienstliche Inanspruchnahme. Oder es gibt das Zeitmodell mit neun Tagen Einsatz und nachfolgend drei Tagen ohne vorgeplante Diensteinteilung."

 

 

Ministerin Tanner besucht die Jägerkompanie Tulln und Amstetten bei Einsatzvorbereitung

 

Jägerkompanie Tulln

Mautern an der Donau, 07. Mai 2020  - Verteidigungsministerin Klaudia Tanner besuchte gemeinsam mit Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner und den Wehrsprechern der Parteien sowie mit Generalstabchef General Robert Brieger und dem Milizbeauftragten Generalmajor Erwin Hameseder jene Milizsoldaten der Jägerkompanie Tulln, die Anfang dieser Woche eingerückt sind.

 

Generalmajor Hameseder als Milizbeauftragter weiterbestellt

 

Insgesamt begannen rund 120 Milizkräfte am Montag mit ihrer Ausbildung in der Raab-Kaserne in Mautern. Im Rahmen eines Festaktes nutzte die Ministerin vor Ort die Gelegenheit und bestellte Generalmajor Erwin Hameseder erneut zum Milizbeauftragten des Bundesheeres: "Mit Generalmajor Erwin Hameseder erhalten Milizsoldaten auch künftig wieder eine starke Stimme. Sein Engagement und stets unermüdlicher Einsatz für die Soldatinnen und Soldaten ist hervorragend. Daher freue ich mich auch weiterhin auf eine gute Zusammenarbeit", sagte Verteidigungsministerin Tanner.

 

Vorbereitungen für bevorstehenden Einsatz

 

Im Anschluss daran konnte sich die Ministerin bei einem Rundgang von den Vorbereitungen der Milizsoldaten für den bevorstehenden Einsatz ein Bild machen. Zu den Ausbildungsabschnitten, die die Miliztruppe absolviert, gehören unter anderem die Vorbereitungen für den sicherheitspolizeilichen Assistenzeinsatz. Die Soldaten werden dazu auch von der Polizei eingeschult. Zu der Ausbildung gehören beispielsweise eine Einweisung in die aktuelle Covid-19-Situation, das Üben von Personen- und Kfz-Kontrollen sowie Waffen- und Schießdienst. Das Milizpersonal wird außerdem für das Beobachten und Melden sowie auf die gesetzlichen Grundlagen des Einsatzes vorbereitet. Zusätzlich lernen die Soldaten Selbstverteidigung, und ihre Erste Hilfe-Kenntnisse werden aufgefrischt.

 

Schutz der Österreicherinnen und Österreicher

 

"Wir haben erstmals in der Geschichte der Zweiten Republik die Milizkräfte des Bundesheeres einberufen. Darunter auch die Milizsoldatinnen und –soldaten der Jägerkompanie Tulln, die ihre Ausbildung und die dazugehörigen Einsatzvorbereitungen hervorragend meistern. Mit ihrem Einsatz sorgen sie sowohl für die Sicherheit unseres Landes als auch für den Schutz der Österreicherinnen und Österreicher. Ich wünsche allen Soldatinnen und Soldaten für die herausfordernde Zeit und den bevorstehenden Einsatz alles Gute und viel Soldatenglück", so die Ministerin zu den Milizsoldaten.

 

Verlässlicher Partner

 

"Das Bundesheer ist seit vielen Jahrzehnten eine wichtige Säule und verlässlicher Partner für unser Land. Auch jetzt, in dieser herausfordernden Zeit, steht das Bundesheer wieder bereit, um unsere Polizei, die Landessanitätsdirektion und Bezirkshauptmannschaften in Niederösterreich zu unterstützen. Ich danke den zahlreichen Milzsoldatinnen und Milizsoldaten, die sich in den Dienst unseres Landes stellen, und wünsche alles Gute für den bevorstehenden Assistenzeinsatz", so Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner anlässlich des Besuchs.

 

Einsatz in Niederösterreich

 

Rund 120 Soldaten wurden in die Jägerkompanie Tulln einberufen. Sie werden ihren Einsatz an der burgenländischen Grenze versehen. Insgesamt wurden 330 Soldatinnen und Soldaten in den drei Milizkompanien in Niederösterreich am 4. Mai 2020 einberufen. Das Jägerbataillon Niederösterreich unterstützt dabei in den nächsten Monaten im sicherheitspolizeilichen Assistenzeinsatz an der Grenze zu Tschechien und die Jägerkompanie Korneuburg wird ebenfalls die Behörden an der Grenze zu Tschechien und zur Slowakei unterstützen.

 

Hohes Engagement

 

General Robert Brieger zeigt sich bei seinem Besuch erfreut über die laufenden Vorbereitungen: "Mit der Teilaufbietung von Milizeinheiten ist das Bundesheer in der Lage, die erforderlichen Assistenzen für die Exekutive bzw. die Gesundheitsbehörden über einen längeren Zeitraum aufrechtzuerhalten. Gleichzeitig werden wertvolle Erfahrungen gesammelt, die für die künftige Ausgestaltung des Milizsystems nutzbar gemacht werden können. Das hohe Engagement bei der laufenden Einsatzvorbereitung wie hier in der Raab-Kaserne zeigt die Motivation der Milizsoldatinnen und -soldaten, beim Schutz der Bevölkerung einen entsprechenden Beitrag zu leisten."

 

Vielfältige Aufgaben

 

Ab 15. April wurden insgesamt 13 Jägerkompanien für den Einsatz einberufen, die am 4. Mai eingerückt sind. Diese verteilen sich über das gesamte Bundesgebiet. Nach der Ausbildung der Milizkräfte übernehmen die Soldatinnen und Soldaten die Aufgaben der derzeit eingesetzten Kräfte; so unterstützt die Miliz die Polizei bei Grenzkontrollen sowie bei der Grenzraumüberwachung. Zusätzlich werden die Soldaten gesundheitsbehördliche Aufgaben an Grenzübergängen wahrnehmen. Und sie schützen im Auftrag der Polizei kritische Infrastruktur und lösen unter anderem auch jene Soldaten ab, die derzeit Botschaften in Wien überwachen.

 

1.Milizkompanie in Amstetten

Amstetten, 12. Mai 2020  - Am Dienstag besuchte Verteidigungsministerin Klaudia Tanner die Soldatinnen und Soldaten des Jägerbataillons 12 der 7.Jägerbrigade in der Ostarrichi-Kaserne in Amstetten. Brigadekommandant Brigadier Horst Hofer und Bataillonskommandant Oberst Rudolf Halbartschlager informierten die Ministerin über ihre Aufgaben und Aufträge. Anschließend machte sich die Verteidigungsministerin ein Bild von den spezifischen Einsatzaufgaben der 7. Jägerbrigade.

 

Gefechtsvorführung

 

Im Rahmen einer Gefechtsvorführung eines Jägerzuges im urbanen Umfeld wurde das "offensiv-präzise und professionelle" Vorgehen der Soldaten demonstriert. Die Vorführung zeigte auch anschaulich die erforderliche körperliche Leistungsfähigkeit der Soldaten eines Infanterieverbandes. Um diesen Zusammenhang anschaulich zu demonstrieren, wurden sportmedizinische Daten der Übungsteilnehmer auf einen Monitor übertragen; die körperliche Belastung sowie die Einsatzfähigkeit einzelner Kämpfer konnte so digital mitverfolgt werden.

 

Milizsoldaten

 

Ministerin Tanner nahm sich auch Zeit für die Anfang Mai eingerückten Milizsoldaten. Diese absolvieren derzeit in der Ostarrichi-Kaserne die zweite Ausbildungswoche zur Herstellung ihrer Einsatzbereitschaft, um dann die Soldaten im sicherheitspolizeilichen Assistenzeinsatz abzulösen. Im persönlichen Gespräch konnte sich Verteidigungsministerin Klaudia Tanner überzeugen, dass die Milizsoldaten der 1. Kompanie des Jägerbataillons Niederösterreich bereit sind, diese Aufgabe ab Mitte Mai für die nächsten drei Monate zu übernehmen.

 

"Bevölkerung kann sich auf das Bundesheer verlassen"

 

"Ich bin sehr beeindruckt von der Professionalität der Soldatinnen und Soldaten des Jägerbataillons 12. Besonders hervorheben möchte ich auch die hohe Motivation der Milizsoldaten. Durch Ihren Einsatz garantieren Sie die Durchhaltefähigkeit des Bundesheeres und tragen einen wesentlichen Baustein zum Erfolg im Kampf gegen das Coronavirus bei. Ich möchte mich daher bei allen für Ihre Leistungen und das Engagement, das Sie hier bringen und zeigen, bedanken. Die österreichische Bevölkerung kann sich in Krisenzeiten auf das Bundesheer und die Miliz verlassen", so Verteidigungsministerin Tanner.

 

 

Foto: Andy Wenzel

 

Ministerin Tanner zu Corona-Maßnahmen: "Fordernde Tage und Wochen stehen vor uns"

 

Verteidigungsministerin Klaudia Tanner hat am Sonntag weitere Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus angekündigt:

 

"Sehr geehrte Damen und Herren,

 

wir leben in fordernden Zeiten. Wie unser Bundeskanzler gesagt hat, in der herausforderndsten Zeit, seit dem Zweiten Weltkrieg. Gerade in solchen Zeiten tut es gut, sich auf die Soldatinnen und Soldaten des Österreichischen Bundesheeres verlassen zu können.

 

Daher ist das Bundesheer derzeit in vielen Bereichen im Einsatz:

 

  • Dies reicht von der AGES-Hotline,
  • zur Unterstützung bei Grenzkontrollen in Tirol,
  • zur Produktion von Desinfektionsmitteln für das Bundesministerium für Justiz,
  • bis hin zur Unterstützung der Konzerne REWE und Spar beim Transport und beim Nachschlichten von Lebensmitteln.

 

Sie sehen, die Einsatzfelder des Bundesheeres sind aktuell so vielseitig wie noch nie und das Heer ist gefordert, wie schon lange nicht mehr. Aktuell ist davon auszugehen, dass diese Einsatzfelder noch mehr werden und die Anforderungen an unser Aufgebot an Person und Gerät ebenso steigen wird.

 

Für uns ist bei all diesen Einsätzen vor allem eines wichtig: Wir müssen unser Heer einsatzfähig halten. Sowohl was Gerät als auch Personal angeht. Wir werden daher zu besonderen Maßnahmen greifen. Zu Maßnahmen, die aber sehr wohl Gebote der Stunde sind.

 

Diese gliedern sich in zwei Bereiche:

 

Erstens: Alle Grundwehrdiener, die nach Ende ihres sechsmonatigen Dienstes abrüsten hätten sollen, werden nicht abrüsten. Grundlage dazu ist Paragraph 23a des Wehrgesetzes. Diese Maßnahme betrifft jedenfalls alle Grundwehrdiener, die Ende März abrüsten hätten sollen.

 

Zweitens: Eine Einberufung von Milizsoldaten wird geprüft, um diese im Anlassfall rasch durchführen zu können. Dabei handelt es sich um einzelne Teile der Miliz und nicht um alle Soldatinnen und Soldaten im Milizstand.

 

Welche Teile der Miliz das sein sollen, wird derzeit geprüft. Wichtig ist uns hier vor allem eine Botschaft an alle Milizsoldatinnen und -soldaten: Ruhe bewahren! Alle Einberufenen werden rechtzeitig per Einberufungsbefehl informiert. Ich bitte daher auch, nur den offiziellen Kanälen des Bundesheeres zu vertrauen. Es kursieren hier ja bereits die wildesten Gerüchte, diese sind zu ignorieren.

 

Werte Soldatinnen und Soldaten,

 

fordernde Tage und Wochen stehen vor uns. Die Republik und vor allem unsere Mitbürger brauchen euch. Denn eure Mitbürger vertrauen auf euch.

 

Es lebe das Österreichische Bundesheer! Es lebe die Republik Österreich!"

 

Mehr als 700 neue Wachtmeister ausgemustert

 

Enns, 28. Februar 2020  - Im Rahmen eines militärischen Festaktes in Enns wurden am Freitag im Beisein von Verteidigungsministerin Klaudia Tanner 745 Soldatinnen und Soldaten nach erfolgreichem Abschluss der Heeresunteroffiziersakademie mit ihrem neuen Dienstgrad "Wachtmeister‘" ausgemustert. Die 686 Männer und 59 Frauen zählen ab dem heutigen Tag offiziell zum Unteroffizierskorps des Österreichischen Bundesheeres.

 

Verteidigungsministerin Tanner gratuliert

 

Bundesministerin Tanner beglückwünschte die HUAk-Absolventen des Lehrganges "Karl Kaindl" zu ihrer Beförderung: "Die Unteroffiziere sind die Stützen im täglichen Dienstbetrieb, bei Ausbildungen, Übungen und vor allem bei den nationalen und internationalen Einsätzen des Österreichischen Bundesheeres. Deshalb freut es mich umso mehr, dass ich heute bei dieser für mich ersten Ausmusterung dabei sein kann. Als erste Verteidigungsministerin der Republik Österreich freut es mich natürlich auch besonders, dass 59 Frauen in Ihren Reihen stehen." "Sie sind von nun an ein Bindeglied zwischen den Offizieren und den Mannschaften. Nun können Sie zeigen und anwenden, was Sie gelernt haben und Ihre Führungsstärke beweisen. Ich wünsche Ihnen dabei alles Gute, viel Erfolg und viel Soldatenglück", beendete Bundesministerin Tanner ihre Festrede.

 

Lehrgangserste aus der Steiermark

 

Weiters überreichte Klaudia Tanner der Lehrgangsersten des diesjährigen Lehrganges, Wachtmeister Katharina Holzinger aus der Steiermark, für ihre herausragenden Leistungen den goldenen Ring der Heeresunteroffiziersakademie.

 

Der Festakt für die 622 Berufssoldaten und 123 Milizsoldaten fand am Hauptplatz in Enns statt. 203 der Berufs- und Milizsoldaten (davon 15 Frauen) stammen aus Niederösterreich, 99 Teilnehmer (zehn Frauen) kommen aus dem Bundesland Oberösterreich und 96 Soldaten, davon neun Frauen, aus der Steiermark. Gefolgt von den Bundesländern Kärnten mit 89 Teilnehmern (davon drei Frauen), Wien mit 70 Soldaten (fünf Frauen) und 60 Männer und vier Frauen aus dem Burgenland. Die restlichen Unteroffiziere stammen aus Salzburg (63 Soldaten, davon 7 Frauen), Tirol (45, davon vier Frauen) sowie Vorarlberg (16, davon zwei Frauen).

 

Kaderanwärterausbildung

 

Seit September 2016 wird die Grundausbildung der Berufsunteroffiziere beim Bundesheer in Form einer dreistufigen Kaderanwärterausbildung in einer Gesamtdauer von 18 Monaten durchgeführt. Nach dem Ende der Ausbildung erfolgt für alle Kaderanwärter die Beförderung zum Wachtmeister. Eine weitere Besonderheit dieser Ausbildung ist, dass nach Abschluss der gesamten Kaderanwärterausbildung diese seit 2018 im Rahmen des Nationalen Qualifikationsrahmens dem Niveau 4 zugeordnet ist und somit einer abgeschlossenen zivilen Berufsausbildung (Lehrabschluss) entspricht.

 

Dienstgrad Wachtmeister

 

Beim Dienstgrad "Wachtmeister" handelt es sich um den ersten Unteroffiziersrang. Die neu ausgemusterten Soldatinnen und Soldaten sind befähigtals Gruppenkommandanten ein Team von Soldaten bei Einsätzen im In- und Ausland zu führen. Sie bilden das Bindeglied zwischen Offizieren und Mannschaften.

 

Lehrgang "Karl Kaindl"

 

Der Lehrgang "Karl Kaindl" ist in Erinnerung an Zugführer Karl Kaindl benannt. Kaindl erhielt durch seine Entschlossenheit und Unerschrockenheit in der 10. Isonzoschlacht die silberne und für ‚äußerst hervorragendes Verhalten vor dem Feind‘ bei der Schlacht im Raum Jamiano die goldene Tapferkeitsmedaille, beides im Jahr 1917.

 

Erste Frau an der Spitze des Heeres

Bildungsweg

 

  • 1988 Matura Bundesoberstufenrealgymnasium Scheibbs
  • 1995 Abschluss Studium der Rechtswissenschaften

 

Beruflicher Werdegang

 

  • 1995-1996 Gerichtspraxis beim Bezirksgericht Liesing und Landesgericht für Zivilrechtssachen Wien
  • 1996-2001 Rechts- und Sozialreferentin beim NÖ Bauerbund
  • 2001-2003 Mitarbeiterin im Kabinett des Bundesministers für Inneres
  • 2003-2010 Angestellte der Firma Kapsch BusinessCom AG Wien

 

Politische Funktionen

 

  • 2010-2015 Gemeinderätin
  • 2011-2020 Direktorin des NÖ Bauernbundes
  • seit 2017 Landesparteiobfrau-Stellvertreterin
  • 2018-2020 Abgeordnete zum NÖ Landtag
  • 2020 Bundesministerin für Landesverteidigung

Amtsübergabe an neue Verteidigungsministerin Klaudia Tanner

 

Frau Klaudia Tanner übernahm am Dienstag, 07 01 2020 bei einem feierlichen Festakt im Bundesministerium für Landesverteidigung die Agenden als Verteidigungsministerin von ihrem Vorgänger, Thomas Starlinger. Zuvor war die Niederösterreicherin in der Hofburg von Bundespräsident Alexander Van der Bellen zur Bundesministerin für Landesverteidigung ernannt und angelobt worden.

 

 

Zukunftsfähige Ressourcen und Strukturen

 

Die neue Verteidigungsministerin betonte bei der Amtsübergabe, das Österreichische Bundesheer und die Landesverteidigung zeit- und aufgabengemäß weiterzuentwickeln. "Ein schwieriger, ein steiler Weg liegt vor uns. Das Bundesheer braucht zukunftsfähige Ressourcen und Strukturen, dazu moderne Ausrüstung und neues Gerät. Es stehen gewaltige Entscheidungen bei Beschaffungsvorgängen an", so die Ministerin.

 

Diese Herausforderungen "werden wir gemeinsam meistern", kündigte Tanner die konsequente Durchsetzung der Interessen und Anliegen des Bundesheeres an.

 

Thomas Starlinger dankte in seiner Ansprache "allen, die mich in den letzten Monaten so tatkräftig unterstützt haben" und wünschte Klaudia Tanner als neuer Verteidigungsminsterin viel Erfolg.

 

Ein starkes Team für die neue Verteidigungsministerin

 

Wien, 08. Jänner 2020  - Das neue Kabinett von Verteidigungsministerin Klaudia Tanner ist nun komplett. Der neue Generalsekretär, Dieter Kandlhofer, und der neue Stabschef, Generalmajor Rudolf Striedinger, bekamen bereits ihr Dekret verliehen.

Der neue Generalsekretär

 

Kandlhofer ist Jurist, ausgebildeter Polizist und war früher Präsidialdirektor im Verfassungsgerichtshof und zuletzt Generalsekretär im Bundeskanzleramt.

 

"Foto: Bundesheer/Florian Schroetter"

 

Erfahrener Offizier als Stabschef

 

Generalmajor Rudolf Striedinger war in seiner langjährigen Laufbahn als Generalstabsoffizier bereits Leiter der Generalstabs-abteilung, Kommandant bei einer multinationalen EUFOR-Brigade in Bosnien-Herzegowina, Militärkommandant von Niederösterreich und zuletzt Leiter des Abwehramtes.

"Foto: Bundesheer/Florian Schroetter"

 

Kabinettschef und Stellvertreterin

 

Kabinettschef wird weiterhin Arnold Kammel sein, seine Stellvertreterin ist Katharina Nehammer. Kammel war jahrelang Direktor des Austria Institut für Europa- und Sicherheitspolitik bevor er 2018 ins Kabinett des Kanzleramtsministers und später, im Juni 2019, ins Verteidigungsministerium wechselte.

 

Nehammer war bereits im Innenministerium als Sprecherin und Kabinettsmitglied tätig und wechselte später ins Parlament. Vor ihrer Tätigkeit in der Politik war sie für mehr als zehn Jahre bei TV- Sendern beschäftigt.

 

 

Pressesprecher

 

Pressesprecher der Verteidigungsministerin ist Herbert Kullnig. Der langjährig erfahrene Jurist und Medienexperte war bereits Pressesprecher von Verteidigungsminister Werner Fasslabend und in verschiedenen leitenden Funktionen im Kommunikationsbereich tätig.

 

Tagesbefehl des Herrn Bundesministers anlässlich der Präsentation des
Berichts „Unser Heer 2030“

 

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