Aktuelle Information ÖBH

 

Tagesbefehl der Frau Bundesministerin anlässlich "Bevölkerung honoriert Leistungen des Bundesheeres"

 

26. Oktober 2021  - Werte Soldatinnen und Soldaten, werte zivile Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter!

 

"Das Bundesheer ist immer für die Bevölkerung da"

 

Der Nationalfeiertag ist immer auch eine gute Gelegenheit, der Bevölkerung zu zeigen, dass das Österreichische Bundesheer immer für sie da ist.

 

Gerade die Corona-Pandemie mit den vielen Assistenzeinsätzen und Unterstützungsleistungen hat bewiesen, dass das Bundesheer neben der klassischen Landesverteidigung auch die strategische Reserve der Republik Österreich ist. An Spitzentagen waren rund 8.000 Soldaten, Soldatinnen und Zivilbedienstete in In-und Auslandseinsätzen tätig. Aktuell sind es immer noch rund 550 Kräfte, die zur Unterstützung der Gesundheitsbehörden im Kampf gegen das Virus eingesetzt sind. Dazu kommen noch 1.300 Männer und Frauen, die neben den Normaufgaben des Bundesheeres im sicherheitspolizeilichen Assistenzeinsatz Migration an unseren Grenzen stehen. Im Ausland sind derzeit mehr als 800 Soldatinnen und Soldaten in 14 Missionen eingesetzt. Für all diese Einsätze danke ich Ihnen sehr!

 

Doch die Pandemie und die irreguläre Migration werden nicht die letzten Bedrohungen sein, mit der wir uns in Österreich und in Europa beschäftigen werden. Denn eines ist ein Faktum: Die Sicherheitslage in Europa wird sich in den kommenden Jahren verschlechtern und die Herausforderungen werden steigen. Das zeigt uns das Risikobild der kommenden Jahre. Die gute Nachricht ist: Wir wissen einigermaßen gut, was auf uns zukommt und können uns dementsprechend vorbereiten. Es sind neben den Pandemien und der Migration die Herausforderungen und Szenarien des 21. Jahrhunderts wie Terrorismus, Cyberattacken, Naturkatastrophen und Blackouts. Naturkatastrophen mit ihren Folgen und den dementsprechenden Einsätzen des Bundesheeres haben wir in den vergangenen Jahren und Jahrzehnten ja schon zur Genüge erlebt, wahrscheinlich werden sie durch den Klimawandel noch verstärkt. Ein Blackout wiederum ist gemäß unsere Sicherheitsexperten ein weiteres einsatzrealistisches Szenario, das in den kommenden fünf Jahren eintreffen wird. Die Frage ist nicht ob, sondern wann es passieren wird! Unsere Aufgabe als Österreichisches Bundesheer ist in so einem Fall, dass wir die Führungsfähigkeit der Republik unterstützen und im Katastrophenfall den anderen Einsatzorganisationen als strategische Reserve helfen können.

 

Wir sind seit Beginn meiner Amtszeit nun dabei, das Bundesheer zu einem modernen Heer aufzurüsten, das die neuen sicherheitspolitischen Herausforderungen auch bewältigen kann. Nach dem jahrelangen Rückstau haben wir eine Trendwende eingeläutet und es geht mit dem Bundesheer wieder bergauf! Wir haben es geschafft, zum dritten Mal in Folge das höchste Verteidigungsbudget der Geschichte für unser Bundesheer auszuhandeln. Das Verteidigungsbudget für das nächste Jahr 2022 beträgt rund 2,7 Milliarden Euro. Darin enthalten sind auch die Sonderfinanzierungspakete für die kommenden Jahre, die wir letztes Jahr verhandelt haben.

 

Mit diesen Mitteln wollen wir insbesondere in die Bereiche der Terrorabwehr, der ABC- und Cyber-Abwehr, der Katastrophenabwehr sowie in die Modernisierung der Miliz investieren und uns bereit für die Bedrohungen unserer Zeit machen. Insgesamt sprechen wir dabei von einem Sonderinvestitionsvolumen von über 600 Millionen Euro.

 

Aber auch in die Ausrüstung, in moderne Waffensysteme und in die Infrastruktur unserer Kasernen investieren wir. Seit meinem Amtsantritt haben wir bereits 250 Mio. Euro in die Sanierung, Modernisierung, die Herstellung der Autarkie und Ökologisierung der Kasernen investiert. In Summe werden es bis 2025 über 800 Millionen Euro sein.

 

Die notwendige sicherheitspolitische Schwergewichtssetzung erfordert auch eine Weiterentwicklung der obersten und oberen Führung hin zu einer insgesamt schlankeren, nachhaltigen und schnelleren Führungsstruktur des Österreichischen Bundesheeres und in der Zentralstelle. Diese Umstrukturierung der Zentralstelle erfolgt unter dem Leitspruch: „Von der Verwaltungsorganisation zu einer Service- und Führungsorganisation“.

 

Die militärische Führung des Bundesheeres wird nun durch die Generaldirektion für Landesverteidigung als Teil des ÖBH sichergestellt. Der Chef des Generalstabes steht neben seiner Funktion in der Zentralstelle gleichzeitig an der Spitze dieser Generaldirektion für Landesverteidigung.

 

Die Aufgaben des bisherigen Generalstabs werden im Wesentlichen mit jenen des Kommandos Streitkräfte und des Kommandos Streitkräftebasis durch Harmonisierung der militärstrategischen und operativen Führung des Bundesheeres zusammengeführt. Die Struktur der Streitkräfte auf der Ebene Militärkommanden, Brigaden und Heereslogistik bleibt grundsätzlich unverändert. Alle bisher dem Kommando Streitkräfte bzw. Kommando Streitkräftebasis zugeordneten Organisationselemente, aber auch die Akademien, das Amt für Rüstung und Beschaffung, das Amt für Rüstung und Wehrtechnik sowie das Militärische Immobilienmanagement werden der Generaldirektion für Landesverteidigung zugeordnet. Diese Maßnahmen sollen das Bundesheer in die Zukunft führen.

 

Werte Soldaten, Soldatinnen und Zivilbedienstete!

 

Abschließend möchte ich Ihnen für Ihren unermüdlichen Einsatz für die Landesverteidigung danken und auch dafür, dass Sie in der schwierigen Zeit der Pandemie durchhalten und weiterhin Ihre Leistung zeigen. Sie tun dies zum Schutz und der Sicherheit der österreichischen Bevölkerung. Daran soll uns auch dieser Nationalfeiertag erinnern.

 

Es lebe das Österreichische Bundesheer! Es lebe die Republik Österreich!

 

Fotos zu diesem Artikel  "Foto: Bundesheer/Karlovits"

 

 

"Blackout - Der Herzschlag-Event unserer Republik" war großer Erfolg

 

Tulln, 01. Oktober 2021  - Das Thema "Blackout" wird als einsatzrealistisches Szenario auch für das Österreichische Bundesheer immer wichtiger. Ein europaweiter Strom-, Infrastruktur- sowie Versorgungsausfall ist ein realistisches und gleichzeitig unterschätztes Risiko. Mit der knapp eineinhalbstündigen Aufführung wurde am 30. September abends auf der Donaubühne in Tulln dazu eine beeindruckende Live-Performance durchgeführt. 

 

2.500 begeisterte Zuschauer

 

Die Freiluftaufführung wurde durch rund 100 Militärmusikerinnen und -musiker mit völlig neuen Arrangements gestaltet. Mit der Militärmusik traten auch die international bekannten Sängerinnen und Sänger Marjan Shaki, Cesár Sampson und Herbert Lippert auf. Marjan Shaki: "Als Künstlerin freue ich mich, bei diesem einzigartigen Projekt dabei zu sein. Für mich als Privatperson und Mutter ist es beruhigend, live zu sehen, wie professionell unser Land und das Bundesheer auf den Fall der Fälle reagieren können."

 

"Auch wenn wir alle hoffen, dass ein Blackout nicht zur Realität wird, sollten wir uns bestmöglich darauf vorbereiten. Ich bin stolz, mit meinem Auftritt bei diesem spannenden 'Projekt Blackout' meinen Teil dazu beitragen zu können", so Herbert Lippert. Cesár Sampson zum Event: "Ich war sofort Feuer und Flamme für dieses Projekt, als ehemaliger Sozialarbeiter ist mir absolut bewusst, wie wichtig es ist, die Österreicher und Österreicherinnen möglichst gut über einen kommenden 'Blackout' zu informieren."

 

Aufgrund der hohen Nachfrage war die Veranstaltung mit insgesamt 2.500 reservierten Plätzen völlig ausgebucht. Deshalb wurde auch die Generalprobe öffentlich zugänglich gemacht - es herrschte auch am 29. September bereits reichlich Andrang.

 

 

 

 

General Robert Brieger wurde in der Wahl zum „Chairman of the European Union Military Committee” von allen Staaten bestätigt und übernimmt damit den Vorsitz aller Generalstabschefs der Europäischen Union. Die Wahl fand am 19. Mai mit allen 27 EU-Staaten in Brüssel statt.

 

In einer offenen Runde wurde mit den Vorsitzenden über die Kandidatur von General Robert Brieger abgestimmt. Er übernimmt den Vorsitz von General Claudio Graziano (Italien) für die nächsten drei Jahre; die Amtsübergabe wird mit Mai 2022 erfolgen.

 

Der Vorsitzender aller Generalstabchefs der Europäischen Union wird alle drei Jahre neu gewählt. Mit der Wahl von General Brieger ist es nach Generalleutnant Wolfgang Wosolsobe (2013 bis 2016 Generaldirektor des Militärstabs der Europäischen Union) bereits der zweite hochrangige Offizier in einer Spitzenposition in der Europäischen Union.

 

General Brieger (64) ist seit 24. Juli 2018 Generalstabchef des Österreichischen Bundesheeres. Er begann seine militärische Laufbahn 1975, als er zum Präsenzdienst einrückte. Von 1976 bis 1979 besuchte er die Militärakademie und wurde 1982 Kompaniekommandant im Panzerbataillon 33. Von 1985 bis 1988 absolvierte er die Generalstabsausbildung. Danach war er unter anderem in der Funktion als Stabschef der 9. Panzergrenadierbrigade in Götzendorf tätig. Er war zwölf Jahre lang für die militärstrategische Führung sowie die Planung und Vorbereitung der Einsätze des Bundesheeres im In- und Ausland in verschiedenen Leitungsfunktionen im Verteidigungsministerium verantwortlich. Unter seiner Führung als Gruppenleiter erfolgte die Planung und Vorbereitung für den Tschad-Einsatz 2008 bis 2010. Brieger war maßgeblich am Transformationsprozess des Österreichischen Bundesheeres sowie an der Ausarbeitung und Umsetzung der Streitkräfteplanung ÖBH 2010 mitbeteiligt. Vor seiner Zeit als Generalstabchef diente er als Stabschef des Verteidigungsministers.

 

General Brieger kann auf eine langjährige Auslandserfahrung verweisen. Er absolvierte Kurse an der Führungsakademie der Deutschen Bundeswehr, an der NATO-Schule in Oberammergau und am NATO Defense College in Rom. Er war Kommandant des österreichischen Kontingents im Kosovo in den Jahren 2001 und 2002 und führte von 2011 bis 2012 als Kommandant der EUFOR-Truppe in Bosnien und Herzegowina 1.700 Soldatinnen und Soldaten aus insgesamt 25 Nationen.

 

„Wir sind stolz, dass mit General Robert Brieger ein Österreicher die höchste militärische Funktion in der Europäischen Union übernimmt. Seine Bestellung ist eine weitere Bestätigung für die ausgezeichneten Leistungen der österreichischen Soldatinnen und Soldaten im internationalen Staatenverbund,” so Verteidigungsministerin Klaudia Tanner.

 

Foto: Bundesheer/Gunter Pusch

 

 

In den kommenden vier Jahren liefert eine Bäckerei in Niederösterreich 80.000 Stück Roggenvollkornbrot-Dosen für die Bundesheer-Soldaten.

 

Am Freitag, den 21. Mai, besuchte Verteidigungsministerin Klaudia Tanner die Bäckerei Deiser. Der Betrieb erhielt in einer öffentlichen Ausschreibung den Zuschlag für die Einsatzverpflegung. Ministerin Tanner machte sich selbst ein Bild und wurde vor Ort in den Produktionsablauf der Bäckerei und Regionalitäten der Zutaten eingewiesen.

 

„Die Bäckerei Deiser ist ein verlässlicher Partner, der sich auf vorbildliche Weise dem Nachhaltigkeitsgedanken verschrieben hat. Der Einsatz klimagerechter Verpflegung durch die Verwendung regionaler Produkte, verarbeitet auf Basis nachhaltiger Produktionsmethoden, ist ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung. Ich bin fest davon überzeugt, dass dieses neue, hochwertige Dosenbrot unseren Soldatinnen und Soldaten schmecken und für ihre Aufgaben viel Energie bringen wird”, so Verteidigungsministerin Klaudia Tanner.

 

Im Zuge der Maßnahmen zur Erreichung der Kasernen-Autarkie ist die Versorgung mit Einsatzverpflegung von wesentlicher Bedeutung. Bei einem Ausfall der Normversorgung, zum Beispiel durch ein Blackout, wird mit Hilfe einer von Lieferanten unabhängigen Verpflegung die Durchhaltefähigkeit in den Kasernen sichergestellt – sowohl im Inland als auch bei den Auslandskontingenten. Wesentlicher Bestandteil dieser „Verpflegsreserve” sind dabei die von der Bäckerei Deiser produzierten Brotkonserven. Von ihnen wurden bereits 7.600 Portionen für die Bevorratung in Auslandseinsätzen an das Bundesheer geliefert.

 

Seit heuer wird dieses Konzept bereits bundesweit in neun Kasernen des Bundesheeres für 7.800 Personen betrieben. Dabei soll es möglich sein, zwei Wochen ohne Normalversorgung durchzuhalten; insgesamt ist das in 100 Kasernen für 30.700 Personen geplant.

 

Die Bäckerei Deiser ist seit 2018 energieautark und arbeitet vollständig mit erneuerbaren Energien. Sie hat die Produktion von Dosenbrot in Österreich erstmals seit 20 Jahren wieder aufgenommen. Das Besondere an diesem Brot ist, dass es bis zu zehn Jahre haltbar bleibt. Das kommt dem Autarkieprojekt des Bundesheeres entgegen. Das Heer bereitet sich auf Blackouts vor und investiert deshalb in selbstständige und unabhängige Kasernen; bis 2024 sollen die Maßnahmen hierzu abgeschlossen sein.

 

FOTO: Bundesheer/Pusch

 

Verteidigungsministerin Tanner besucht Heeresbekleidungsanstalt

Schwer entflammbare Uniform für HS-Piloten

Ganz besonders beeindruckt zeigte sich Verteidigungsministerin Tanner vom neuen, schwer entflammbaren Tarnanzug. Dieser ist seit November 2020 bei den Hubschrauberpiloten und den Auslandskontingenten in Erprobung.

 

Die heute erstmalig der Öffentlichkeit präsentierte schwer entflammbare Uniform der Hubschrauberpiloten ist mit weiterer Ausrüstung wie Plattenträger, Helm, ABC-Schutzausrüstung, etc. kombinierbar. International besteht der Trend, Hubschrauberpiloten im Einsatz gleich auszustatten wie die Land- und Spezialeinsatzkräfte, um nicht für den Gegner ein besonderes Ziel zu bieten. Sie verfügt darüber hinaus auch über einen speziellen Insektenschutz (Chemikalie), der ein Übertragen von Krankheiten durch Insekten verhindern soll; dies ist besonders bei Einsätzen in tropischen und subtropischen Regionen von Bedeutung.

 "Foto: Bundesheer/Pusch"

 

Entwicklung, Beschaffung und Bevorratung von Textilien

Die Heeresbekleidungsanstalt ist die einzige Bundesdienststelle Österreichs, die Entwicklung, Beschaffung und Bevorratung von hochtechnischen und hochfunktionalen Textilien, Bekleidungen und Ausrüstungsgegenständen für den Schutz von Personal sicherstellt. Berücksichtigt wird dabei die immer globaler werdende Textilindustrie, Bedarfsträger sind das Österreichische Bundesheer und andere öffentliche Dienststellen.

Investition in die Sicherheit und in den Schutz

 

"Investition in die Bekleidung ist eine Investition in die Sicherheit und in den Schutz unserer Soldatinnen und Soldaten. Es ist wichtig, dass wir bei der Einsatzausstattung die Qualität und Funktionalität kontinuierlich verbessern – das sind wir unseren Soldaten schuldig", so Verteidigungsministerin Tanner.

"Hercules"-Täuschkörpertest: "Flammende Engel" über Allentsteig

 

Allentsteig, 14. November 2020  - Mitte dieser Woche testeten die Luftstreitkräfte des Bundesheeres das neue Selbstschutzsystem der C-130 "Hercules"-Transportmaschinen. Nach dem Start in Linz-Hörsching flogen zwei Maschinen des Kommandos Luftunterstützung aus dem Nebel auf sonnige 1.400 Meter über Grund und führten über dem Truppenübungsplatz Allentsteig erfolgreich den Ausstoß von Täuschkörpern - sogenannten "Flares" - durch.

 

Wichtiger Schritt in Weiterentwicklung

 

Der Test war ein wichtiger Schritt in der Weiterentwicklung des Lufttransportsystems C-130 "Hercules". Das Selbstschutzsystem wird es nach Abschluss der Entwicklungen den Luftstreitkräften in Zukunft ermöglichen, "unter Bedrohung Soldaten und Zivilisten sicherer aus Krisengebieten zu evakuieren", so Brigadier Wolfgang Wagner, Kommandant des Kommandos Luftunterstützung.

 

Als nächster Schritt ist die Ausbildung der Besatzungen in allen notwendigen Verfahren vorgesehen, um diese neue Fähigkeit zum Einsatz bringen zu können. Das Schutzsystem wird reihenweise in alle drei C-130-Maschinen eingebaut und beinhaltet passive Sensoren, die vor einem Abschuss von hitzesuchenden Raketen warnen.

Foto: HORST GORUP

 

 

 

Bundesheer am Nationalfeiertag: Wir schützen Österreich!

Zum 25. Mal findet heuer am Nationalfeiertag die traditionelle Informations- und Leistungsschau des Österreichischen Bundesheeres statt: Diesmal – im Jubiläumsjahr – jedoch nicht wie gewohnt unter Einladung der breiten Öffentlichkeit am Heldenplatz, sondern als sogenannter "Hybrid-Event" mit Live-Berichterstattung des ORF und privater TV-Sender sowie auch virtuell unter "nationalfeiertag2020.jetzt" (online ab 25. Oktober).

 

 

Zum 25. Mal findet heuer am Nationalfeiertag die traditionelle Informations- und Leistungsschau des Österreichischen Bundesheeres statt: Diesmal – im Jubiläumsjahr – jedoch nicht wie gewohnt unter Einladung der breiten Öffentlichkeit am Heldenplatz, sondern als sogenannter "Hybrid-Event" mit Live-Berichterstattung des ORF und privater TV-Sender sowie auch virtuell unter "nationalfeiertag2020.jetzt" (online ab 25. Oktober).    weiterlesen......

 

Foto: Pusch

Foto: Andy Wenzel

 

Ministerin Tanner zu Corona-Maßnahmen: "Fordernde Tage und Wochen stehen vor uns"

 

Verteidigungsministerin Klaudia Tanner hat am Sonntag weitere Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus angekündigt:

 

"Sehr geehrte Damen und Herren,

 

wir leben in fordernden Zeiten. Wie unser Bundeskanzler gesagt hat, in der herausforderndsten Zeit, seit dem Zweiten Weltkrieg. Gerade in solchen Zeiten tut es gut, sich auf die Soldatinnen und Soldaten des Österreichischen Bundesheeres verlassen zu können.

 

Daher ist das Bundesheer derzeit in vielen Bereichen im Einsatz:

 

  • Dies reicht von der AGES-Hotline,
  • zur Unterstützung bei Grenzkontrollen in Tirol,
  • zur Produktion von Desinfektionsmitteln für das Bundesministerium für Justiz,
  • bis hin zur Unterstützung der Konzerne REWE und Spar beim Transport und beim Nachschlichten von Lebensmitteln.

 

Sie sehen, die Einsatzfelder des Bundesheeres sind aktuell so vielseitig wie noch nie und das Heer ist gefordert, wie schon lange nicht mehr. Aktuell ist davon auszugehen, dass diese Einsatzfelder noch mehr werden und die Anforderungen an unser Aufgebot an Person und Gerät ebenso steigen wird.

 

Für uns ist bei all diesen Einsätzen vor allem eines wichtig: Wir müssen unser Heer einsatzfähig halten. Sowohl was Gerät als auch Personal angeht. Wir werden daher zu besonderen Maßnahmen greifen. Zu Maßnahmen, die aber sehr wohl Gebote der Stunde sind.

 

Diese gliedern sich in zwei Bereiche:

 

Erstens: Alle Grundwehrdiener, die nach Ende ihres sechsmonatigen Dienstes abrüsten hätten sollen, werden nicht abrüsten. Grundlage dazu ist Paragraph 23a des Wehrgesetzes. Diese Maßnahme betrifft jedenfalls alle Grundwehrdiener, die Ende März abrüsten hätten sollen.

 

Zweitens: Eine Einberufung von Milizsoldaten wird geprüft, um diese im Anlassfall rasch durchführen zu können. Dabei handelt es sich um einzelne Teile der Miliz und nicht um alle Soldatinnen und Soldaten im Milizstand.

 

Welche Teile der Miliz das sein sollen, wird derzeit geprüft. Wichtig ist uns hier vor allem eine Botschaft an alle Milizsoldatinnen und -soldaten: Ruhe bewahren! Alle Einberufenen werden rechtzeitig per Einberufungsbefehl informiert. Ich bitte daher auch, nur den offiziellen Kanälen des Bundesheeres zu vertrauen. Es kursieren hier ja bereits die wildesten Gerüchte, diese sind zu ignorieren.

 

Werte Soldatinnen und Soldaten,

 

fordernde Tage und Wochen stehen vor uns. Die Republik und vor allem unsere Mitbürger brauchen euch. Denn eure Mitbürger vertrauen auf euch.

 

Es lebe das Österreichische Bundesheer! Es lebe die Republik Österreich!"

 

Mehr als 700 neue Wachtmeister ausgemustert

 

Enns, 28. Februar 2020  - Im Rahmen eines militärischen Festaktes in Enns wurden am Freitag im Beisein von Verteidigungsministerin Klaudia Tanner 745 Soldatinnen und Soldaten nach erfolgreichem Abschluss der Heeresunteroffiziersakademie mit ihrem neuen Dienstgrad "Wachtmeister‘" ausgemustert. Die 686 Männer und 59 Frauen zählen ab dem heutigen Tag offiziell zum Unteroffizierskorps des Österreichischen Bundesheeres.

 

Verteidigungsministerin Tanner gratuliert

 

Bundesministerin Tanner beglückwünschte die HUAk-Absolventen des Lehrganges "Karl Kaindl" zu ihrer Beförderung: "Die Unteroffiziere sind die Stützen im täglichen Dienstbetrieb, bei Ausbildungen, Übungen und vor allem bei den nationalen und internationalen Einsätzen des Österreichischen Bundesheeres. Deshalb freut es mich umso mehr, dass ich heute bei dieser für mich ersten Ausmusterung dabei sein kann. Als erste Verteidigungsministerin der Republik Österreich freut es mich natürlich auch besonders, dass 59 Frauen in Ihren Reihen stehen." "Sie sind von nun an ein Bindeglied zwischen den Offizieren und den Mannschaften. Nun können Sie zeigen und anwenden, was Sie gelernt haben und Ihre Führungsstärke beweisen. Ich wünsche Ihnen dabei alles Gute, viel Erfolg und viel Soldatenglück", beendete Bundesministerin Tanner ihre Festrede.

 

Lehrgangserste aus der Steiermark

 

Weiters überreichte Klaudia Tanner der Lehrgangsersten des diesjährigen Lehrganges, Wachtmeister Katharina Holzinger aus der Steiermark, für ihre herausragenden Leistungen den goldenen Ring der Heeresunteroffiziersakademie.

 

Der Festakt für die 622 Berufssoldaten und 123 Milizsoldaten fand am Hauptplatz in Enns statt. 203 der Berufs- und Milizsoldaten (davon 15 Frauen) stammen aus Niederösterreich, 99 Teilnehmer (zehn Frauen) kommen aus dem Bundesland Oberösterreich und 96 Soldaten, davon neun Frauen, aus der Steiermark. Gefolgt von den Bundesländern Kärnten mit 89 Teilnehmern (davon drei Frauen), Wien mit 70 Soldaten (fünf Frauen) und 60 Männer und vier Frauen aus dem Burgenland. Die restlichen Unteroffiziere stammen aus Salzburg (63 Soldaten, davon 7 Frauen), Tirol (45, davon vier Frauen) sowie Vorarlberg (16, davon zwei Frauen).

 

Kaderanwärterausbildung

 

Seit September 2016 wird die Grundausbildung der Berufsunteroffiziere beim Bundesheer in Form einer dreistufigen Kaderanwärterausbildung in einer Gesamtdauer von 18 Monaten durchgeführt. Nach dem Ende der Ausbildung erfolgt für alle Kaderanwärter die Beförderung zum Wachtmeister. Eine weitere Besonderheit dieser Ausbildung ist, dass nach Abschluss der gesamten Kaderanwärterausbildung diese seit 2018 im Rahmen des Nationalen Qualifikationsrahmens dem Niveau 4 zugeordnet ist und somit einer abgeschlossenen zivilen Berufsausbildung (Lehrabschluss) entspricht.

 

Dienstgrad Wachtmeister

 

Beim Dienstgrad "Wachtmeister" handelt es sich um den ersten Unteroffiziersrang. Die neu ausgemusterten Soldatinnen und Soldaten sind befähigtals Gruppenkommandanten ein Team von Soldaten bei Einsätzen im In- und Ausland zu führen. Sie bilden das Bindeglied zwischen Offizieren und Mannschaften.

 

Lehrgang "Karl Kaindl"

 

Der Lehrgang "Karl Kaindl" ist in Erinnerung an Zugführer Karl Kaindl benannt. Kaindl erhielt durch seine Entschlossenheit und Unerschrockenheit in der 10. Isonzoschlacht die silberne und für ‚äußerst hervorragendes Verhalten vor dem Feind‘ bei der Schlacht im Raum Jamiano die goldene Tapferkeitsmedaille, beides im Jahr 1917.

 

Erste Frau an der Spitze des Heeres

Bildungsweg

 

  • 1988 Matura Bundesoberstufenrealgymnasium Scheibbs
  • 1995 Abschluss Studium der Rechtswissenschaften

 

Beruflicher Werdegang

 

  • 1995-1996 Gerichtspraxis beim Bezirksgericht Liesing und Landesgericht für Zivilrechtssachen Wien
  • 1996-2001 Rechts- und Sozialreferentin beim NÖ Bauerbund
  • 2001-2003 Mitarbeiterin im Kabinett des Bundesministers für Inneres
  • 2003-2010 Angestellte der Firma Kapsch BusinessCom AG Wien

 

Politische Funktionen

 

  • 2010-2015 Gemeinderätin
  • 2011-2020 Direktorin des NÖ Bauernbundes
  • seit 2017 Landesparteiobfrau-Stellvertreterin
  • 2018-2020 Abgeordnete zum NÖ Landtag
  • 2020 Bundesministerin für Landesverteidigung

Amtsübergabe an neue Verteidigungsministerin Klaudia Tanner

 

Frau Klaudia Tanner übernahm am Dienstag, 07 01 2020 bei einem feierlichen Festakt im Bundesministerium für Landesverteidigung die Agenden als Verteidigungsministerin von ihrem Vorgänger, Thomas Starlinger. Zuvor war die Niederösterreicherin in der Hofburg von Bundespräsident Alexander Van der Bellen zur Bundesministerin für Landesverteidigung ernannt und angelobt worden.

 

 

Zukunftsfähige Ressourcen und Strukturen

 

Die neue Verteidigungsministerin betonte bei der Amtsübergabe, das Österreichische Bundesheer und die Landesverteidigung zeit- und aufgabengemäß weiterzuentwickeln. "Ein schwieriger, ein steiler Weg liegt vor uns. Das Bundesheer braucht zukunftsfähige Ressourcen und Strukturen, dazu moderne Ausrüstung und neues Gerät. Es stehen gewaltige Entscheidungen bei Beschaffungsvorgängen an", so die Ministerin.

 

Diese Herausforderungen "werden wir gemeinsam meistern", kündigte Tanner die konsequente Durchsetzung der Interessen und Anliegen des Bundesheeres an.

 

Thomas Starlinger dankte in seiner Ansprache "allen, die mich in den letzten Monaten so tatkräftig unterstützt haben" und wünschte Klaudia Tanner als neuer Verteidigungsminsterin viel Erfolg.

 

Ein starkes Team für die neue Verteidigungsministerin

 

Wien, 08. Jänner 2020  - Das neue Kabinett von Verteidigungsministerin Klaudia Tanner ist nun komplett. Der neue Generalsekretär, Dieter Kandlhofer, und der neue Stabschef, Generalmajor Rudolf Striedinger, bekamen bereits ihr Dekret verliehen.

Der neue Generalsekretär

 

Kandlhofer ist Jurist, ausgebildeter Polizist und war früher Präsidialdirektor im Verfassungsgerichtshof und zuletzt Generalsekretär im Bundeskanzleramt.

 

"Foto: Bundesheer/Florian Schroetter"

 

Erfahrener Offizier als Stabschef

 

Generalmajor Rudolf Striedinger war in seiner langjährigen Laufbahn als Generalstabsoffizier bereits Leiter der Generalstabs-abteilung, Kommandant bei einer multinationalen EUFOR-Brigade in Bosnien-Herzegowina, Militärkommandant von Niederösterreich und zuletzt Leiter des Abwehramtes.

"Foto: Bundesheer/Florian Schroetter"

 

Kabinettschef und Stellvertreterin

 

Kabinettschef wird weiterhin Arnold Kammel sein, seine Stellvertreterin ist Katharina Nehammer. Kammel war jahrelang Direktor des Austria Institut für Europa- und Sicherheitspolitik bevor er 2018 ins Kabinett des Kanzleramtsministers und später, im Juni 2019, ins Verteidigungsministerium wechselte.

 

Nehammer war bereits im Innenministerium als Sprecherin und Kabinettsmitglied tätig und wechselte später ins Parlament. Vor ihrer Tätigkeit in der Politik war sie für mehr als zehn Jahre bei TV- Sendern beschäftigt.

 

 

Pressesprecher

 

Pressesprecher der Verteidigungsministerin ist Herbert Kullnig. Der langjährig erfahrene Jurist und Medienexperte war bereits Pressesprecher von Verteidigungsminister Werner Fasslabend und in verschiedenen leitenden Funktionen im Kommunikationsbereich tätig.

 

Tagesbefehl des Herrn Bundesministers anlässlich der Präsentation des
Berichts „Unser Heer 2030“

 

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