Aktuelle Information ÖBH

Foto: Andy Wenzel

 

Ministerin Tanner zu Corona-Maßnahmen: "Fordernde Tage und Wochen stehen vor uns"

 

Verteidigungsministerin Klaudia Tanner hat am Sonntag weitere Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus angekündigt:

 

"Sehr geehrte Damen und Herren,

 

wir leben in fordernden Zeiten. Wie unser Bundeskanzler gesagt hat, in der herausforderndsten Zeit, seit dem Zweiten Weltkrieg. Gerade in solchen Zeiten tut es gut, sich auf die Soldatinnen und Soldaten des Österreichischen Bundesheeres verlassen zu können.

 

Daher ist das Bundesheer derzeit in vielen Bereichen im Einsatz:

 

  • Dies reicht von der AGES-Hotline,
  • zur Unterstützung bei Grenzkontrollen in Tirol,
  • zur Produktion von Desinfektionsmitteln für das Bundesministerium für Justiz,
  • bis hin zur Unterstützung der Konzerne REWE und Spar beim Transport und beim Nachschlichten von Lebensmitteln.

 

Sie sehen, die Einsatzfelder des Bundesheeres sind aktuell so vielseitig wie noch nie und das Heer ist gefordert, wie schon lange nicht mehr. Aktuell ist davon auszugehen, dass diese Einsatzfelder noch mehr werden und die Anforderungen an unser Aufgebot an Person und Gerät ebenso steigen wird.

 

Für uns ist bei all diesen Einsätzen vor allem eines wichtig: Wir müssen unser Heer einsatzfähig halten. Sowohl was Gerät als auch Personal angeht. Wir werden daher zu besonderen Maßnahmen greifen. Zu Maßnahmen, die aber sehr wohl Gebote der Stunde sind.

 

Diese gliedern sich in zwei Bereiche:

 

Erstens: Alle Grundwehrdiener, die nach Ende ihres sechsmonatigen Dienstes abrüsten hätten sollen, werden nicht abrüsten. Grundlage dazu ist Paragraph 23a des Wehrgesetzes. Diese Maßnahme betrifft jedenfalls alle Grundwehrdiener, die Ende März abrüsten hätten sollen.

 

Zweitens: Eine Einberufung von Milizsoldaten wird geprüft, um diese im Anlassfall rasch durchführen zu können. Dabei handelt es sich um einzelne Teile der Miliz und nicht um alle Soldatinnen und Soldaten im Milizstand.

 

Welche Teile der Miliz das sein sollen, wird derzeit geprüft. Wichtig ist uns hier vor allem eine Botschaft an alle Milizsoldatinnen und -soldaten: Ruhe bewahren! Alle Einberufenen werden rechtzeitig per Einberufungsbefehl informiert. Ich bitte daher auch, nur den offiziellen Kanälen des Bundesheeres zu vertrauen. Es kursieren hier ja bereits die wildesten Gerüchte, diese sind zu ignorieren.

 

Werte Soldatinnen und Soldaten,

 

fordernde Tage und Wochen stehen vor uns. Die Republik und vor allem unsere Mitbürger brauchen euch. Denn eure Mitbürger vertrauen auf euch.

 

Es lebe das Österreichische Bundesheer! Es lebe die Republik Österreich!"

 

Mehr als 700 neue Wachtmeister ausgemustert

 

Enns, 28. Februar 2020  - Im Rahmen eines militärischen Festaktes in Enns wurden am Freitag im Beisein von Verteidigungsministerin Klaudia Tanner 745 Soldatinnen und Soldaten nach erfolgreichem Abschluss der Heeresunteroffiziersakademie mit ihrem neuen Dienstgrad "Wachtmeister‘" ausgemustert. Die 686 Männer und 59 Frauen zählen ab dem heutigen Tag offiziell zum Unteroffizierskorps des Österreichischen Bundesheeres.

 

Verteidigungsministerin Tanner gratuliert

 

Bundesministerin Tanner beglückwünschte die HUAk-Absolventen des Lehrganges "Karl Kaindl" zu ihrer Beförderung: "Die Unteroffiziere sind die Stützen im täglichen Dienstbetrieb, bei Ausbildungen, Übungen und vor allem bei den nationalen und internationalen Einsätzen des Österreichischen Bundesheeres. Deshalb freut es mich umso mehr, dass ich heute bei dieser für mich ersten Ausmusterung dabei sein kann. Als erste Verteidigungsministerin der Republik Österreich freut es mich natürlich auch besonders, dass 59 Frauen in Ihren Reihen stehen." "Sie sind von nun an ein Bindeglied zwischen den Offizieren und den Mannschaften. Nun können Sie zeigen und anwenden, was Sie gelernt haben und Ihre Führungsstärke beweisen. Ich wünsche Ihnen dabei alles Gute, viel Erfolg und viel Soldatenglück", beendete Bundesministerin Tanner ihre Festrede.

 

Lehrgangserste aus der Steiermark

 

Weiters überreichte Klaudia Tanner der Lehrgangsersten des diesjährigen Lehrganges, Wachtmeister Katharina Holzinger aus der Steiermark, für ihre herausragenden Leistungen den goldenen Ring der Heeresunteroffiziersakademie.

 

Der Festakt für die 622 Berufssoldaten und 123 Milizsoldaten fand am Hauptplatz in Enns statt. 203 der Berufs- und Milizsoldaten (davon 15 Frauen) stammen aus Niederösterreich, 99 Teilnehmer (zehn Frauen) kommen aus dem Bundesland Oberösterreich und 96 Soldaten, davon neun Frauen, aus der Steiermark. Gefolgt von den Bundesländern Kärnten mit 89 Teilnehmern (davon drei Frauen), Wien mit 70 Soldaten (fünf Frauen) und 60 Männer und vier Frauen aus dem Burgenland. Die restlichen Unteroffiziere stammen aus Salzburg (63 Soldaten, davon 7 Frauen), Tirol (45, davon vier Frauen) sowie Vorarlberg (16, davon zwei Frauen).

 

Kaderanwärterausbildung

 

Seit September 2016 wird die Grundausbildung der Berufsunteroffiziere beim Bundesheer in Form einer dreistufigen Kaderanwärterausbildung in einer Gesamtdauer von 18 Monaten durchgeführt. Nach dem Ende der Ausbildung erfolgt für alle Kaderanwärter die Beförderung zum Wachtmeister. Eine weitere Besonderheit dieser Ausbildung ist, dass nach Abschluss der gesamten Kaderanwärterausbildung diese seit 2018 im Rahmen des Nationalen Qualifikationsrahmens dem Niveau 4 zugeordnet ist und somit einer abgeschlossenen zivilen Berufsausbildung (Lehrabschluss) entspricht.

 

Dienstgrad Wachtmeister

 

Beim Dienstgrad "Wachtmeister" handelt es sich um den ersten Unteroffiziersrang. Die neu ausgemusterten Soldatinnen und Soldaten sind befähigtals Gruppenkommandanten ein Team von Soldaten bei Einsätzen im In- und Ausland zu führen. Sie bilden das Bindeglied zwischen Offizieren und Mannschaften.

 

Lehrgang "Karl Kaindl"

 

Der Lehrgang "Karl Kaindl" ist in Erinnerung an Zugführer Karl Kaindl benannt. Kaindl erhielt durch seine Entschlossenheit und Unerschrockenheit in der 10. Isonzoschlacht die silberne und für ‚äußerst hervorragendes Verhalten vor dem Feind‘ bei der Schlacht im Raum Jamiano die goldene Tapferkeitsmedaille, beides im Jahr 1917.

 

Erste Frau an der Spitze des Heeres

Bildungsweg

 

  • 1988 Matura Bundesoberstufenrealgymnasium Scheibbs
  • 1995 Abschluss Studium der Rechtswissenschaften

 

Beruflicher Werdegang

 

  • 1995-1996 Gerichtspraxis beim Bezirksgericht Liesing und Landesgericht für Zivilrechtssachen Wien
  • 1996-2001 Rechts- und Sozialreferentin beim NÖ Bauerbund
  • 2001-2003 Mitarbeiterin im Kabinett des Bundesministers für Inneres
  • 2003-2010 Angestellte der Firma Kapsch BusinessCom AG Wien

 

Politische Funktionen

 

  • 2010-2015 Gemeinderätin
  • 2011-2020 Direktorin des NÖ Bauernbundes
  • seit 2017 Landesparteiobfrau-Stellvertreterin
  • 2018-2020 Abgeordnete zum NÖ Landtag
  • 2020 Bundesministerin für Landesverteidigung

Amtsübergabe an neue Verteidigungsministerin Klaudia Tanner

 

Frau Klaudia Tanner übernahm am Dienstag, 07 01 2020 bei einem feierlichen Festakt im Bundesministerium für Landesverteidigung die Agenden als Verteidigungsministerin von ihrem Vorgänger, Thomas Starlinger. Zuvor war die Niederösterreicherin in der Hofburg von Bundespräsident Alexander Van der Bellen zur Bundesministerin für Landesverteidigung ernannt und angelobt worden.

 

 

Zukunftsfähige Ressourcen und Strukturen

 

Die neue Verteidigungsministerin betonte bei der Amtsübergabe, das Österreichische Bundesheer und die Landesverteidigung zeit- und aufgabengemäß weiterzuentwickeln. "Ein schwieriger, ein steiler Weg liegt vor uns. Das Bundesheer braucht zukunftsfähige Ressourcen und Strukturen, dazu moderne Ausrüstung und neues Gerät. Es stehen gewaltige Entscheidungen bei Beschaffungsvorgängen an", so die Ministerin.

 

Diese Herausforderungen "werden wir gemeinsam meistern", kündigte Tanner die konsequente Durchsetzung der Interessen und Anliegen des Bundesheeres an.

 

Thomas Starlinger dankte in seiner Ansprache "allen, die mich in den letzten Monaten so tatkräftig unterstützt haben" und wünschte Klaudia Tanner als neuer Verteidigungsminsterin viel Erfolg.

 

Ein starkes Team für die neue Verteidigungsministerin

 

Wien, 08. Jänner 2020  - Das neue Kabinett von Verteidigungsministerin Klaudia Tanner ist nun komplett. Der neue Generalsekretär, Dieter Kandlhofer, und der neue Stabschef, Generalmajor Rudolf Striedinger, bekamen bereits ihr Dekret verliehen.

Der neue Generalsekretär

 

Kandlhofer ist Jurist, ausgebildeter Polizist und war früher Präsidialdirektor im Verfassungsgerichtshof und zuletzt Generalsekretär im Bundeskanzleramt.

 

"Foto: Bundesheer/Florian Schroetter"

 

Erfahrener Offizier als Stabschef

 

Generalmajor Rudolf Striedinger war in seiner langjährigen Laufbahn als Generalstabsoffizier bereits Leiter der Generalstabs-abteilung, Kommandant bei einer multinationalen EUFOR-Brigade in Bosnien-Herzegowina, Militärkommandant von Niederösterreich und zuletzt Leiter des Abwehramtes.

"Foto: Bundesheer/Florian Schroetter"

 

Kabinettschef und Stellvertreterin

 

Kabinettschef wird weiterhin Arnold Kammel sein, seine Stellvertreterin ist Katharina Nehammer. Kammel war jahrelang Direktor des Austria Institut für Europa- und Sicherheitspolitik bevor er 2018 ins Kabinett des Kanzleramtsministers und später, im Juni 2019, ins Verteidigungsministerium wechselte.

 

Nehammer war bereits im Innenministerium als Sprecherin und Kabinettsmitglied tätig und wechselte später ins Parlament. Vor ihrer Tätigkeit in der Politik war sie für mehr als zehn Jahre bei TV- Sendern beschäftigt.

 

 

Pressesprecher

 

Pressesprecher der Verteidigungsministerin ist Herbert Kullnig. Der langjährig erfahrene Jurist und Medienexperte war bereits Pressesprecher von Verteidigungsminister Werner Fasslabend und in verschiedenen leitenden Funktionen im Kommunikationsbereich tätig.

 

Tagesbefehl des Herrn Bundesministers anlässlich der Präsentation des
Berichts „Unser Heer 2030“

 

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