Heiliger Nikolaus von Myra s

 

sein Festtag ist der 6. Dezember.

 

Wie kaum ein anderer Heiliger hat Nikolaus von Myra (gestorben zwischen 345 und 351) das Brauchtum rund um seinen Festtag den 6. Dezember geprägt. Doch woher kommen die Bräuche, wer war der Heilige und wofür steht das Fest?

 

Nikolaus von Myra ist unter anderem der Schutzpatron der Reisenden und Seeleuten. Er gilt in der Volksfrömmigkeit als Helfer in fast allen Nöten. Vor allem ist er der Patron der Kinder und Schüler, der Mädchen und Frauen.

 

Geboren wurde der spätere Bischof von Myra um 280 in Patara in Lykien, das liegt in der heutigen Türkei. Seine Eltern starben an der Pest - so besagt es die Legende. Nikolaus erbte ihr Vermögen und verteilte es an Arme. er wurde Bischof in der Stadt Myra, jetzt heißt sie türkisch Demre, nur ein wenig westlich von Antalya wo auch der Wirkungsort des Apostel Paulus war.

 

Da die Kirche ihn als Heiligen verehrt, wurde über seinem Grab eine Kirche errichtet. Zar Nikolaus, der auch die Wiener russisch orthodoxe Nikolauskathedrale errichten ließ, veranlasste eine Renovierung der alten Basilika. Von der Fassung des 19. Jahrhunderts ist allerdings nur noch wenig zu erkennen, denn  die Türken haben vor ungefähr hundert Jahren – während der Vertreibung der dort lebenden Griechen - die Kirche komplett zerstört. Da war der Heilige aber schon seit Jahrhunderten im italienischen Bari – also genau genommen seine Reliquien, seine Gebeine. Sie wurde von italienischen Rittern und Kaufleuten "gerettet". Im Grunde gestohlen. Wenn man sieht, wie es heute um die meisten christlichen Heiligtümer in der Türkei bestellt ist, neigt man fast dazu sich der Rettungsthese anzuschließen.

 

Die mittelalterlichen Texte sprechen von der Myrre oder dem Manna des heiligen Nikolaus, eine nach Rosen duftende Flüssigkeit, die aus den Gebeinen des Heiligen in großer Menge austritt. Der Hauptgeschäftszweig der Bürger von Myra rund ums Jahr 1000 war der Vertrieb dieses Mannas. Die jungen Ritter - zart besaitete Seelen sollten jetzt zum nächsten Absatz springen – sollen, so die Geschichte der Übertragung der Gebeine, den Sarkophag des Heiligen aufgebrochen haben und dann kniehoch im Manna gestanden sein und aus der Flüssigkeit die Knochen gefischt haben. Als die Bürger von Myra ihnen gegenüber geklagt hatten, dass sie doch nicht den Patron der Stadt stehlen können, meinten diese nur, dass die Myrre noch für Jahrhunderte reichen würde.

 

Legenden und Geschichten über Nikolaus

 

Über den heiligen Nikolaus gibt es unendlich viele Legenden und Geschichten. Aus wohlhabendem christlichen Haus stammend, soll er schon in seiner Jugend die Armen mit diesem Vermögen unterstützt haben. Die drei Goldklumpen für die mittellosen Mädchen ist wohl die bekannteste Geschichte zu diesem Thema und der Grund warum - außer wegen des Gesundheits-fördernden Vitamin C die Orangen – am besten drei im modernen Nikolosackerl sind, sind sie definitiv billiger als echte Goldkugeln.

 

 

 

Als guter Bischof hat er sich auch für seine Gemeinde „voll eingesetzt“, das spürt  man in der Geschichte der drei Jünglinge, Offiziere, die manchmal auch nur einer sind – da erkennt man die 1700 Jahre, die die Geschichte am Buckel hat – deren Leben er auf die eine oder andere Weise rettete, je nachdem in welchem buch man die Legende erzählt bekommt.

 

Brot für die Hungernden

 

Eine der Lieblingsgeschichten ist aber definitiv jene, wo er bei der großen Dürre in Kleinasien den Kapitän des Schiffes, das aus Ägypten nach Konstantinopel zum Kaiser Weizen bringen sollte, dazu gebracht hat, einen Teil für die hungernden Menschen von Myra abzugeben. Als dieser meinte, es könnte ihn sein Leben kosten, wenn es dem Kaiser an Brot mangeln würde, da hat ihn Nikolaus beruhigt, dass nichts fehlen werde. Und so wurde das Vertrauen des Seemanns mit einer wundersamen Weizenvermehrung belohnt.

 

Wer nun von Wundern, wie Brotvermehrung, nicht so viel hält, hat eventuell mit katholischen Heiligen eh seine Not. Doch solche Geschichten gibt es nicht nur bei Christus am Ufer des Sees Genezaret selbst, sondern auch viel später beim hl. Don Bosco, der vor nicht einmal 200 Jahren auf ähnlich wundersame Weise gekochte Maroni für hungrige Straßenjungen reichlich vermehrt hat. 

 

Nikolaus der Eremit

 

Eine Begebenheit des Lebens des lykischen Bischofs, die sicher eher nicht bekannt ist: Im heiligen Land zwischen Betlehem und Jerusalem gibt es eine kleine Kirche, die an jener Stelle steht, wo der junge Nikolaus einst als Eremit gelebt hat.

 

Weitgehend geschichtlich fundiert ist hingegen, dass Bischof Nikolaus als alter Mann am Konzil von Nicäa teilgenommen hat, hochverehrt, weil er in seiner Jugend noch die Christenverfolgung schmerzlich am eigenen Leib erlebt hatte, also in der Zeit nach Konstantin als Zeuge, als lebender Märtyrer gegolten hat und seine Meinung in der Bischofsversammlung besonderes Gewicht gehabt haben dürfte.

 

Nikolaus - Schutzpatron der Kinder, Reisenden und Seeleute

 

Am 6. Dezember ist der Gedenktag des heiligen Nikolaus von Myra. Das Verteilen von Geschenken am Vorabend des Nikolaustages gründet auf den vielfältigen Legenden über den Heiligen, der die Stadt Myra aus der Hungersnot rettete und mit der heimlichen Gabe von goldenen Kugeln drei junge Frauen vor der Zwangsprostitution bewahrte. 

 

"Heut' ist Nikolaus Abend da" - so endet ein bekanntes Lied, das am Vorabend zum Nikolaus-Gedenktag gesungen wird. Nikolaus ist einer der beliebtesten Heiligen, nicht nur in der katholischen, sondern vor allem in der orthodoxen Kirche. In Russland, wo Nikolaus der Landespatron ist, rangiert er gleich hinter der Gottesmutter Maria. Geboren wurde der spätere Bischof von Myra um 280 in Patara in Lykien, das liegt in der heutigen Türkei. Seine Eltern starben an der Pest - so besagt es die Legende. Nikolaus erbte ihr Vermögen und verteilte es an Arme.

 

 

 

Legende von den goldenen Kugeln

 

Eine verbreitete Legende erzählt, dass Nikolaus ein Geldgeschenk in Form von goldenen Kugeln heimlich durch das Fenster eines Hauses warf. Damit konnte er verhindern, dass der Vater seine Töchter zur Prostitution hergeben musste. Durch das Geldgeschenk war für eine ausreichende Mitgift gesorgt und die - je nach Legende - drei oder vier Frauen waren gerettet.

 

Schutzpatron der Kinder

 

Nikolaus, der auch der Schutzpatron der Reisenden und Seeleute ist, gilt in der Volksfrömmigkeit als Helfer in fast allen Nöten. Vor allem ist er der Patron der Kinder und Schüler, der Mädchen und Frauen. Diese Schutzfunktion sollte auch im Mittelpunkt der Nikolausfeiern am Abend des 5. Dezember stehen, wenn in vielen Haushalten ein als Bischof verkleideter Mann an die Türe klopft und die Kinder danach befragt, ob sie im vergangenen Jahr brav gewesen sind. Diese Frage an die Kinder geht übrigens auf eine bekannte Bibelstelle zurück, die häufig zum Nikolausfest gelesen wurde: Das Gleichnis von den anvertrauten Talenten (Matthäusevangelium 25,14-23).

 

Dort wird erzählt, dass ein Herr seinen drei Knechten Geld anvertraute und dann verreiste. Als der Herr zurückkam, musste jeder Knecht Rechenschaft ablegen und wurde gefragt, was er mit dem Geld gemacht hat. Gelobt werden jene beiden Knechte, die ihr anvertrautes Gut vermehrt haben. Durchaus eine Frage, die auch den Erwachsenen gestellt werden könnte...

 

 

 

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