Bundesheer: 473 Millionen für die militärische Infrastruktur
Mit einem Gesamtvolumen von rund 473 Millionen Euro wird 2026 die militärische Infrastruktur des Österreichischen Bundesheeres modernisiert und erweitert. Davon fließen circa 55 Prozent in Projekte des Aufbauplans „Bundesheer 2032+” zur Weiterentwicklung militärischer Fähigkeiten. Die weiteren 45 Prozent werden für den Erhalt der derzeitigen Fähigkeiten und der technischen Modernisierung der Liegenschaften verwendet.
„Eine moderne Infrastruktur ist nicht nur die Grundlage für die Einsatzbereitschaft und Ausbildung, sondern soll auch attraktive Arbeitsumgebung sowie moderne Unterkünfte für unsere Soldatinnen und Soldaten bieten”, so Verteidigungsministerin Klaudia Tanner (-> Interview mit Militär Aktuell). „Mit diesen Investitionen legen wir einen weiteren wichtigen Grundstein für unseren Aufbauplan ,Bundesheer 2032+’. Darüber hinaus kurbeln Investitionen in unsere Kasernen auch die Wirtschaft an – in etwa 99 Prozent der Bauprojekte und zur Sanierung österreichischer Kasernen werden von regionalen Unternehmen durchgeführt.
FOTOS©Bundesheer
Beitrag aus der Militär Aktuell
Bundesheer: Aufbau der bodengebundenen Luftabwehr schreitet voran
Am 20. Februar 2026 fand ein Pressegespräch im Beisein von Verteidigungsministerin Klaudia Tanner und Salzburgs Landeshauptfrau Karoline Edtstadler in der Salzburger Schwarzenberg-Kaserne statt, bei welchem die Pläne zur zukünftigen Modernisierung der bodengebundenen Luftabwehr und Drohnenabwehr des Österreichischen Bundesheeres im Rahmen des Aufbauplans „Bundesheer 2032+” präsentiert wurden.
„Die ,Mission Vorwärts’ zeigt Wirkung – der Aufbauplan ,Bundesheer 2032+’ wird weiter umgesetzt”, so Verteidigungsministerin Klaudia Tanner. „Nach den Beschaffungen im Bereich der Luftfahrzeuge steht nun die bodengebundene Luftverteidigung im Zentrum. Mittelfristig wird der Verband ,Luftraumüberwachung’ sich zum Verband ,Luftverteidigung’ weiterentwickeln. Und hier spielt der Standort Salzburg eine wichtige Rolle und wird auch künftig ein militärisch wichtiger Standort werden – denn Salzburg wird zum Zentrum der elektronischen Drohnenabwehr und ein wichtiger Standort für Sky Shield.”
FOTOS©Bundesheer/Kulec
Beitrag aus der Militär Aktuell
Obst Konstantin Oberleitner wird neuer Kdt TÜPl A
Nach fast einem Jahr interimistischer Leitung unter Bgdr Christian Riener wurde nun ein fixer Nachfolger für Obst Herbert Gaugusch bekanntgegeben.
Seit April 2025 befindet sich das Kommando des Truppenübungsplatzes Allentsteig unter der interimistischen Leitung von Bgdr Christian Riener. Dieses Provisorium scheint nun vorbei. Das Bundesministerium für Landesverteidigung gab am Donnerstag den endgültigen Nachfolger von Obst Herbert Gaugusch, der im Vorjahr nach Weitra wechselte, bekannt.
Demnach wird Obst Konstantin Oberleitner neuer Kommandant des TüPl Allentsteig.
Foto: Bundesheer
Überblick 2026 − Beschaffungen und Investitionen
Das BMLV setzt im Jahr 2026 den konsequenten Ausbau und die Modernisierung des ÖBH fort. Auf Basis des mehrjährigen Aufbauplans werden gezielte Beschaffungen in den Bereichen Ausrüstung, Mobilität, Schutz, Führung und Infrastruktur umgesetzt.
Die Weichen sind gestellt: Die von Verteidigungsministerin Klaudia Tanner Anfang Juni des vergangenen Jahres eingesetzte Wehrdienstkommission hat heute ihre Vorschläge zur Modernisierung des Wehrdienstes präsentiert. So viel vorweg: In allen Varianten geht es dabei um eine Verlängerung des Grundwehrdienstes sowie um die Einführung verpflichtender Milizübungen – und in einigen Varianten zukünftig sogar um eine Wehrpflicht für Frauen.
Die Ergebnisse wurden im Rahmen einer Pressekonferenz von Generalmajor Erwin Hameseder, Leiter der Wehrdienstkommission, Brigadier a.D. Walter Feichtinger, stellvertretender Vorsitzender der Kommission, sowie Ferdinand Mayer, Leiter der Zivildienstagentur, vorgestellt.
Wehrdienstkommission legte Modelle zur Weiterentwicklung des Grundwehrdienstes vor.
FOTOS©Bundesheer, Bundesheer/Trippolt, Militär Aktuell/Zacharias
So oft durchqueren ausländische Militärtransporte Österreich
Von 1. Jänner bis 10. November 2025 durchquerten insgesamt 4.967 militärische Transporte ausländischer Streitkräfte österreichisches Staatsgebiet, wie das Verteidigungsministerium bekanntgab. Demnach führten 22 verschiedene Länder Transite durch, die Transite dienten überwiegend der Teilnahme an Übungs- und Ausbildungsvorhaben, an wissenschaftlichen und sportlichen Veranstaltungen sowie der logistischen Versorgung und Verlegung von Truppenteilen in andere Staaten. Direkte Lieferungen militärischer Güter in ein kriegsführendes Land über österreichisches Hoheitsgebiet wurden nicht genehmigt.
FOTOS©Bundeswehr